Mein bestes Jahr 2018: Schneller, höher, weiter!

In einem früheren Leben. Ich saß in einer meiner ersten Vorlesungen und hörte etwas über das Mini-Max-Prinzip. Und dass es nicht funktioniert. Denn es ist das Gegenteil des ökonomischen Prinzips. Das ökonomische Prinzip bietet zwei Möglichkeiten:

 

a) Minimal-Prinzip: Du erreichst mit minimalen Mitteln ein vorher festgesetztes Ziel.

 

Beispiel: Du möchtest vier Wochen Urlaub machen. Da du nicht besonders viel Geld hast, gehst du campen an der norddeutschen Küste und erholst dich prächtig. Am Ende des Urlaubs hast du womöglich sogar noch etwas Geld übrig.

 

b) Maximal-Prinzip: Du erzielst mit vorher festgelegten Mitteln den maximal möglichen Erfolg.

 

Beispiel: Du möchtest 5.000 Euro auf den Kopf hauen und fliegst so lange um den Globus, bis das Geld alle ist.

 

Man kann das Ganze natürlich etwas verfeinern und auch kombinieren, das Mini-Max-Prinzip geht jedoch nicht. Du kannst nicht mit minimalstem Einsatz den maximalsten Erfolg erzielen. Diese zwei Adjektive kann man „eigentlich“ nicht steigern, aber ich denke, etwas Übertreibung macht die Bedeutung klarer: Du kannst dich nicht waschen, ohne nass zu werden.

 

Du kannst nicht mehr erledigen in kürzerer Zeit. Oder doch?

 

Der amerikanische Produktivitätsexperte Chris Bailey nahm sich ein ganzes Jahr Zeit, um verschiedene Möglichkeiten, seine Produktivität zu steigern, zu testen.

 

Einige seiner Experimente:

  • Er lebte 10 Tage lang in völliger Isolation.

  • Er benutzte sein Smartphone nur 1 Stunde am Tag.

  • Er stand jeden Morgen um 5.30 Uhr auf.

  • Er arbeitete 90 Stunden die Woche.

Was er herausfand, war jedoch sehr simpel. Um produktiver zu sein, musste er an nur wenigen Stellschrauben drehen: Energie, Aufmerksamkeit, Zeitmanagement.

 

Der Schlüssel zu mehr Energie liegt in der Einfachheit.

  • Bevor du dir eine teure Smoothiemaschine kaufst, solltest du darauf achten, genügend zu schlafen.
  • Ernähre dich mit wertvollen Lebensmitteln, die leicht verdaulich sind.

     

  • Bewege und benutze deinen Körper, dazu ist er da.

  • Deinen Körper solltest du genauso pflegen (von innen, wie von außen) wie ein Liebhaber sein Auto, denn dein Körper ist dein Vehikel für dieses Erdendasein.

  • Lerne dich selbst kennen durch Yoga, Meditation oder ähnliches.

 Je besser du dich um dein Energieniveau kümmerst, desto mehr kannst du erledigen in kürzerer Zeit. Deine Energie ist dein Treibstoff.

 

 Und jetzt zwei gute Nachrichten:

  • Es kommen nicht noch mehr verplante Stunden des Tages auf dich zu, denn das ist überhaupt nicht mit Mehraufwand verbunden.

  • Viele Menschen denken, die Dinge langsamer zu tun oder weniger Stunden zu arbeiten, hielte sie davon ab, erfolgreich zu werden. Das Gegenteil ist jedoch der Fall.

Thema Aufmerksamkeit / Achtsamkeit / Absicht

Je mehr du wahrnimmst, wie sich deine Energiekurve während des Tages verändert, desto besser kannst du darauf reagieren. Du kannst den Tag so gestalten, dass du zu Zeiten eines Energiehochs anspruchsvolle Aufgaben erledigst, wenn du in ein Energietief gleitest, gönnst du dir die entsprechenden Pausen, die dich wieder fit machen.


Egal, ob du zu Hause bist oder am Arbeitsplatz, für diesen Kurs brauchst du dich nicht umzuziehen und du brauchst auch keine Matte. Du brauchst nur einen Internetzugang über deinen PC oder dein Handy. Wir üben zusammen, live, in der Gruppe. Einfache Übungen, die dich entspannen, zentrieren und vitalisieren. Du kannst diese Übungen sehr leicht in deinen Alltag integrieren.

Hier geht es zu den Details.


Regelmäßige Pausen sind wichtig, denn angeblich kann sich ein Mensch nur 53% der Zeit auf das konzentrieren, was gerade vor ihm liegt. Die restliche Zeit wandern die Gedanken umher, beschäftigen sich mit dem Einkaufszettel oder irgendetwas anderem, das mit der Sache nichts zu tun hat.

 

Mit welcher Absicht stehst du morgens auf?

Ganz entscheidend für deine Produktivität sind jedoch die ersten Gedanken, die du morgens nach dem Aufwachen hast. Es kommt nicht darauf an, wann du aufwachst. Untersuchungen haben ergeben, dass es nicht notwendig ist, morgens um fünf aufzustehen, um erfolgreich zu sein. (Wie ich mich darüber freue!) Die ersten Gedanken des Tages solltest du aber auf das richten, was du an diesem Tag erreichen willst.

Produktivität hat nichts mit Stress zu tun.

Ist dir das auch schon mal aufgefallen? Du triffst jemanden, fragst, wie es geht und sofort dreht sich das Gespräch um Stress. „Mir geht’s gut, aber ich habe sooo viel zu tun!“ - „Oh ja, ich weiß! Mir geht es genauso!“ Es ist modern, gestresst zu sein und darüber zu reden. Wenn jemand nicht gestresst ist, kann das nicht mit rechten Dingen zugehen. Dann ist er wohl faul, nutzt der Gesellschaft nicht.

 

Laut Chris Bailey ist ein überlanger Arbeitstag nur ein Zeichen dafür, dass man nicht mir der richtigen Absicht an die Arbeit geht und zu viele Dinge tut, die unstrukturiert sind und nichts bringen. Denn niemand kann über 6 Stunden am Tag produktiv arbeiten, kein Gehirn könnte diese Leistung erbringen.

Zeitmanagement törnt dich ab, dafür hast du nun wirklich keine Zeit?

Sein Tipp dazu:

  • Entwickle die Fähigkeit zu entscheiden, worauf du dich fokussieren möchtest, bevor du es tatsächlich tust.

  • Und zwar morgens direkt nach dem Aufwachen, noch vor dem Aufstehen.

  • Schütze dich vor Unterbrechungen und Ablenkungen.

  • Wir haben zu viele Objekte auf dem Schreibtisch, die unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen und uns ablenken können. Das fängt bei einem Urlaubsfoto oder beim Blick aus dem Fenster an und hört beim Telefon und Email-Programm auf.

  • Halte deinen Schreibtisch frei von allem, was du für die in diesem Moment anstehende Aufgabe nicht brauchst.

  • Schließe alle Computerprogramme, die du nicht brauchst.

  • Keine Hintergrundgeräusche, sei es das Radio, deine Kollegen oder deine Kinder.

  • Richte deine Arbeitsumgebung so ein, dass du gezwungen bist, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren, weil nichts anderes da ist.

Last but not least: Meditation

Das für mich spannendste Experiment von Chris Bailey war die 35-Stunden-Woche. Nicht Arbeit, sondern Meditation. Er meditierte an 5 Tagen insgesamt 35 Stunden lang, wobei er die Zeiten der Meditation unterteilte in

  • Sitzmeditation in Stille

  • Gehmeditation an der frischen Luft

  • Achtsamkeitsmeditation z.B: während des Kochens und Essens

Sein Fazit:

Er erreichte den Höhepunkt an Produktivität, mehr hätte er auch in einer normalen Woche nicht schaffen können.

  • Produktivität hängt davon ab, wie lange du dich auf etwas konzentrieren kannst.

  • Konzentration hängt von deinem Vermögen ab, deine Gedanken zu beobachten und zum gewünschten Punkt zurückzuholen, wenn sie davon schweben.

  • Je schneller du das schaffst, desto schneller kannst du dich auf das konzentrieren, was du dir vorgenommen hast.

  • Und hier schließt sich der Kreis: desto produktiver kannst du sein.

Wichtig ist ihm dabei, den Begriff der Produktivität klar zu definieren: es ist nichts kaltes, geschäftsmäßiges, sondern ein ganzheitlicher Ansatz, der dein ganzes Leben umfasst.

 

Es geht nicht darum, wie beschäftigt du den ganzen Tag bist oder wie effektiv, sondern wieviel du erreicht hast, wenn du abends ins Bett gehst.

 

Je produktiver du bist, desto glücklicher bist du. Denn neben deiner Arbeit bleibt dir genügend Zeit für deinen Ausgleich, für die vielen anderen Dinge und Menschen, die du liebst.

 

Und: Produktivität bedeutet nicht, perfekt zu sein. Leiste 80% von dem, was du kannst. Leiste diese 80% konstant.

Was du durch regelmäßige Meditation erreichst:

  • du kannst klarer denken und deshalb besser arbeiten

  • du kannst mehr Aufmerksamkeit auf das lenken, was vor dir liegt

  • du kannst tiefer in deine Tätigkeit eintauchen, tiefere Erfahrungen machen, tiefere Gespräche führen...

  • du kannst das Tagträumen auf die Zeiten verlagern, die du dafür vorgesehen hast, zum Beispiel auf die Pause auf dem Sofa, die du dir gönnst.

Und was hat das alles mit dem Mini-Max-Prinzip zu tun?

Wir haben nun noch einmal von einem Experten bestätigt bekommen, dass Energie, Achtsamkeit und Meditation der Schlüssel zu einem produktiven und somit glücklichen Leben sind. Von alleine geht es aber trotzdem nicht.

 

Es braucht zunächst eine Absicht. Die Absicht, diese Punkte zu einer Gewohnheit zu machen. Und dann geht es an die Umsetzung.

 

Alles, was du willst, hat einen Preis. Bist du bereit ihn zu bezahlen?

 

Bist du bereit, deine Gewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen? Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen? Und neue Gewohnheiten in dein Leben zu holen?

 

Wenn du dazu gerne Hilfe hättest, ist mein Online-Mentoring-Programm vielleicht das richtige für dich. Hole dir hier die Informationen.

 

Wie hältst du es mit „schneller, höher weiter“? Ich freue mich über deinen Kommentar!

 

Hier erfährst du mehr über Chris Bailey und seine Arbeit.



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