Warum ist das neue Wann

Mein letzter Artikel hatte den etwas provozierenden Titel „Warum es kein Problem ist, morgens früh aufzustehen“. Es gab eine Menge Feedback im Blog und bei Facebook. Größtenteils kritisches. Es gibt viele Leute, denen frühes Aufstehen ein Graus ist. Ich habe auch lange dazu gehört.

 

Doch ich hörte immer wieder von den Gewohnheiten erfolgreicher Menschen und eine davon ist eben... das frühe Aufstehen. Mein innerer Rebell flüsterte mir genau die Dinge ein, die mir rückgemeldet wurden. „Das entspricht nicht meinem Biorhythmus, man kann auch später am Tag noch konzentriert arbeiten, ich bin eben nicht wie die anderen...“ und so weiter.

 

Es hat Jahre gedauert, bis ich mich damit anfreunden konnte, 6 Uhr eine richtig gute Zeit zu finden. Meine Widerstände gegen das Aufstehen um 5 Uhr oder sogar noch früher, wie es bei Yogaveranstaltungen üblich ist, schwindet immer mehr. Und ich kann dir auch sagen, wie es dazu kam.

 

Ich halte das, was ich tun möchte, also das „Was“ im Auge. Erst danach entscheide ich mich für das „Wann“.

 

Ich möchte jeden Tag Zeit für mich haben.

Zeit um richtig wach zu werden.

Zeit für Yoga und Meditation.

Zeit um ein paar Gedanken aufzuschreiben.

Zeit um etwas zu lesen.

Zeit für Inspiration.

Zeit um mir gesunde Mahlzeiten zuzubereiten.

Zeit um meine Umgebung so zu gestalten, dass ich mich wohlfühle.

 

Es ist wichtig zu wissen, was ich machen möchte, aber es gibt sogar noch einen Schritt davor:

 

Warum möchte ich das machen?

Erfolgreiche Menschen stehen in der Regel nicht nur früh auf, sie halten auch ihr „Warum“ im Auge und arbeiten so immer weiter an ihrer Vision ihrer Zukunft. Das muss gar nichts Großartiges sein, nicht das perfekte Leben, aber du bestimmst damit die Richtung, in die du dich bewegst.

 

Wenn du dein Warum kennst, schaffst du damit den Raum, die richtigen Entscheidungen zu treffen um deinem Leben in diesem Moment den richtigen Schubs zu geben.

 

Halte dich an diese drei Schritte:

Mach' dir klar, warum du etwas möchtest → was willst du erreichen?

Somit schaffst du Klarheit darüber, was du machen möchtest → mit welchen Mitteln kommst du dorthin?

Das wiederum bringt dir Klarheit, ob du dafür früher aufstehen willst → wann willst du es tun?

 

Vielleicht findest du so die Motivation, früher aufzustehen und es kostet dich gar nicht so viel Mühe, wie du gedacht hast. Vielleicht wirst du dein „Was“ aber zu einem anderen Zeitpunkt machen.

 

Ich habe festgestellt, dass wenn ich mir die Zeit am frühen Morgen nicht nehme, ich es ziemlich wahrscheinlich später nicht mehr schaffe. In gewisser Weise ist das ein verlorener Tag, weil ich unfokussiert vor mich hin wurschtele. Durch meine Rituale am Morgen lenke ich zum einen meine Energien durch Yoga und Meditation in die gewünschten Bahnen. Zum anderen, und das ist genau so wichtig, richte ich meine Gedanken aus. Ich beginne den Tag mit einer Absicht, einer Intention. Das kann z.B. ein bestimmtes Arbeitsgebiet sein, dem ich besondere Aufmerksamkeit schenken möchte. Das kann auch der Vorsatz sein, mich an diesem Tag etwas mehr um eine Freundschaft zu kümmern oder besonders viel Spaß zu haben. Oder alles zusammen.

 

Auch hier trifft dieses wunderbare Zitat von Albert Schweitzer zu:

 

„Nicht der Erfolg ist der Schlüssel zum Glück, sondern Glück ist der Schlüssel zum Erfolg. Wenn du gerne tust, was du tust, wirst du auch erfolgreich sein.“

 

Wenn du deine Morgenroutine gerne machst, weil du spürst, wie gut sie dir tut, wirst du erfolgreich sein mit dem frühen Aufstehen. Und mit noch viel mehr.

 

Das beweist auch dieser Artikel, der sich mit einer Morgenroutine beschäftigt, die nur 1 Minute dauert. Und nachweislich erfolgreich macht. Neugierig? Hier entlang!

 



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