Vom klaren NEIN zum kraftvollen JA!

Das Positive steht in meiner Arbeit mit mir selbst und natürlich auch in der mit meinen KlientInnen immer im Vordergrund. Wir üben, uns über die Wertschätzung selbst kleinster Dinge von unserer Negativität, die uns durch die Evolution mitgegeben wurde, immer mehr zu lösen und mehr Leichtigkeit und Fließen zu manifestieren.

 

Heute soll es jedoch um das Negative gehen. Genauer gesagt, um das Nein.

 

Wenn du zwischen den Jahren dein altes Jahr Revue passieren lässt und dich an all die guten, schönen, glücklichen Moment erinnerst, tauchen unweigerlich auch Orte, Situationen oder Menschen vor deinem geistigen Auge auf, die du lieber nicht erlebt hättest. Vielleicht sind das sogar mehr, als dir lieb sind.

Du weißt zwar, dass du diese Dinge im neuen Jahr nicht mehr haben möchtest, das heißt aber nicht unbedingt, dass du weißt, wie du es stattdessen gerne hättest.

Mal angenommen, du hast so viele unschöne Momente auf deiner Arbeit erlebt, dass dir klar ist, dass es so nicht weitergehen kann. Du hast aber keine Ahnung, wie sonst?

Oder es gibt jemandem in deinem Freundeskreis, der immer nur von dir will, aber nichts zurück gibt. Das möchtest du nicht mehr erleben. Aber wie hättest du denn diese Beziehung in Zukunft gerne? Welche Qualität soll sie haben? Möchtest du sie überhaupt noch haben?

 

Du weißt gar nicht, was du auf deine positive Wunschliste schreiben könntest.

Da gibt es einen Trick. Schreibe alles auf, was du nicht mehr haben möchtest. Das ist viel einfacher und geht schneller.

 

Schreibe eine Nicht-Wunschliste oder eine Not-to-do-list.

  • Du möchtest nicht mehr von deiner Freundin ausgenutzt werden? Schreib es auf.
  • Du möchtest von deinem Kollegen nicht mehr angeraunzt werden? Schreib es auf.
  • Du möchtest nicht mehr, dass dich deine Kinder bei deiner Meditation stören? Schreib es auf.

Schreibe eine wenn nötig ellenlange Liste von all den Dingen, Situationen, Gewohnheiten oder Menschen, die du nicht mehr haben oder nicht mehr tun möchtest. Und schreibe von Hand, denn dadurch aktivierst du mehrere Regionen in deinem Gehirn und du kannst dir das Geschriebene viel leichter merken. Dann lege die Liste zwei, drei Tage zur Seite.

 

Wenn du sie wieder zur Hand nimmst, geh sie Zeile für Zeile durch. Welche Postionen auf dieser Liste kannst du sofort aus deinem Leben verbannen? Was kannst du aufhören zu tun? Wie kannst du es vermeiden, wieder in diese Situation zu kommen?

 

Hole deine NEINS aktiv in deinen Alltag. Und dann handle nach dieser Liste, statt über die Punkte zu stöhnen, zu jammern oder zu grübeln. Denn das bedeutet, dass du sie in deinem Leben erlaubst und akzeptierst. Diese Akzeptanz kostet dich unglaublich viel Energie, sie nimmt sehr viel Raum ein, sie macht dich müde, handlungsunfähig und raubt dir Lebenslust.

 

Das Nein-Sagen bedeutet Loslassen, Ausmisten, Platz schaffen. Dadurch entsteht neue positive Energie für Klarheit und Veränderung.

 

Stell dir vor, du möchtest ein neues Sofa kaufen, weißt aber nicht, welches dir gefallen würde, welches am besten in dein Wohnzimmer passt, wie groß es sein soll, welche Form und Farbe es haben soll. Du kannst es dir einfach nicht so recht vorstellen, so lange das alte noch dasteht. Wenn du nun das alte Sofa abschaffst und da ist zunächst viel freier Platz, entsteht auch Raum für deine Ideen. Du kannst plötzlich viel besser einschätzen, wie du das Wohnzimmer umstellen könntest und welche Art neues Sofa dir am besten dazu gefallen würde. Es entsteht Kraft zu handeln. Du gehst los und schaust dir Sofas in verschiedenen Möbelhäusern an. Du spürst sehr schnell, welches dir gefällt. Du vergleichst Preise, kalkulierst dein Budget, entscheidest dich und bestellst. Denn du willst nicht zu lange ohne Sofa sein.

 

Durch das Bewusstwerden deiner NEINs entsteht Raum für deine JAs, und die kommen nicht aus deinem Kopf, sondern aus deinem Herzen. Alles bekommt Leichtigkeit und gerät ins Fließen.

 

Was machst du nun mit deiner Not-to-do-list? Spür in dich hinein, was das Richtige für dich ist.

  • Vielleicht willst du sie irgendwo aufbewahren und einmal im Monat drauf schauen, um dich an die Punkte zu erinnern. Denn die können im Alltag schnell wieder in Vergessenheit geraten.
  • Vielleicht willst du sie sogar für eine Weile ganz in deiner Nähe haben, damit du jeden Tag ein wenig an einem Punkt arbeiten kannst.
  • Vielleicht willst du sie verbrennen, weil du das Negative nicht manifestieren willst.
  • Vielleicht fällt dir noch etwas ganz anderes ein...

Durch das Handeln statt des Verharrens, Grübelns und Klagens übernimmst du die Verantwortung für dein Leben. Du wirst zum aktiven Gestalter deiner Zufriedenheit und deines Glücks.

Deine NEINs verwandeln sich in kraftvolle JAs.

 

Unterstützung bei diesem befreienden Akt des NEIN sagens und des Ausmistens gibt dir die Meditation für Selbstreflektion. Die Erläuterung und Anleitung zu dieser Meditation findest du im Magischen Morgenyoga. Bitte hier entlang.

 

Falls es dir schwer fällt, deine NEINS anderen gegenüber klar, freundlich und selbstbewusst auszusprechen, schau dir mal dieses PDF an. Da findest du einige Redewenungen, die dir helfen können. Probiere sie vor dem Spiegel so lange aus, bis sie sich richtig gut anhören.

 

Und lass uns gerne wissen, welche Erfahrungen du mit deiner Not-to-do-list und deiner Meditation machst. Wir sind gespannt!

Download
So kannst du klar, freundlich und selbstbewussst NEIN sagen
Simone Tontsch Höflich nein sagen.pdf
Adobe Acrobat Dokument 50.2 KB

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Susanne Wagner (Dienstag, 22 Januar 2019 18:03)

    Ich danke dir Simone. Dein Newsletter ist immer wieder wertvoll und inspirierend für mich.
    Alles Liebe von Susanne

You know how to drive your car but you don't know how to drive your life.

Yogi Bhajan



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