Welche drei Rituale dein Leben sofort besser machen

Für unsere Kinder tun wir alles. Wir bereiten uns neun Monate oder länger auf die neuen Erdenbürger vor. Wir kaufen Ratgeber, besuchen Vorträge, tauschen uns mit anderen (werdenden) Müttern aus. Wir wissen, dass unsere Babys aus einer anderen Welt kommen und bei uns und von uns behutsam empfangen werden wollen. Die Übergänge vom Schlaf zum Wachsein und umgekehrt überlassen wir nicht dem Zufall sondern gestalten sie ganz bewusst. Geburtstagsfesten, Weihnachten und Ostern geben wir eine wohlüberlegte Form. Wichtige Übergänge im Leben unserer Kinder, wie der Schuleintritt, Kommunion oder Konfirmation, die Schulentlassung feiern wir mit der ganzen Familie und Freunden. Wie sieht es jedoch mit Ritualen und Festen im Leben der Erwachsenen aus?

 

Auch im Leben der Erwachsenen spielen Rituale eine große Rolle. Die runden Geburtstage werden häufig gebührend gefeiert. Wer gestaltet jedoch seinen eigenen Übergang vom Wachen zum Schlafen bewusst? Oft fallen wir todmüde ins Bett, nachdem wir gerade noch die letzten Emails gelesen, die Nachrichten geschaut oder die To-do-Liste für den nächsten Tag geschrieben haben. Wen wundert es da, wenn der Schlaf entweder auf sich warten lässt oder wie ein Vorschlaghammer auf uns fällt und wir am anderen Tag nicht wirklich erholt sind?

 

Gerade im Alltag von uns Erwachsenen sind Rituale eine wichtige Grundlage, um mit den Anforderungen des Alltags besser zurechtzukommen. Wer regelmäßig Entspannungstechniken anwenden möchte, kann sich diese Inseln der Kraft mit Hilfe von Ritualen leichter schaffen.

 

Einschlafen und Aufwachen

Eine Möglichkeit, die Übergänge vom Wachen zum Schlafen und umgekehrt bewusst, angenehm und entspannend zu gestalten, ist die Technik der „positiven Aspekte“. Hier kannst du mehr darüber herausfinden.

 

Heute geht es um drei Rituale, die du ganz einfach in deinen Tagesablauf einbauen kannst.

 

Ritual 1

Morgens unter der Dusche oder bei deiner täglichen Morgentoilette:

Statt deinen Gedanken freien Lauf zu lassen, beruhige sie durch das Chanten eines Mantras.

 

 Brauchst du Schutz und Positivität, entscheide dich für

 

Aad Gure Namee,

Dschugad Gure Namee,

Sat Gure Namee,

Siri Guru Dev-e Namee

 

Snatam Kaur kann dich mit diesem Video unterstützen:

 

 Brauchst du Lebensenergie und Prana, empfehle ich dir folgendes Mantra:

 

Pavan(e) Pavan(e) Pavan(e) Pavan(e)

Par(e) Para Pavan Guru

Pavan Guru Wa-he Guru

Wa-he Guru Pavan Guru

 

Hier findest du eine Version von Guru Shabad Singh:

 

Singst du das Mantra jeden Morgen für 11 Minuten, wird es dich den Tag über begleiten und mit positiver Energie versorgen.

 

Ritual 2

Du stehst im Stau? Dein Bus hat Verspätung? Du hast an der Kasse mal wieder die Schlange erwischt, bei der es überhaupt nicht vorangeht?

Statt dich zu ärgern, dass es so lange dauert: Freue dich über die Extraminute, die das Leben dir schenkt.

 

Begrüße die Entschleunigung deines Programms. Hör auf, die Ampel anzustarren, das ÖPNV-System zu verfluchen oder die Kassiererin mit deinen Blicken zu erdolchen. Wende dich nach innen, atme bewusst lang und tief. Beobachte, wie deine Bauchdecke sich wölbt, deine Rippenbögen sich aufspannen und dein Brustbein sich hebt. Kurze Atempause. Dein Brustbein senkt sich, deine Rippenbögen gehen wieder zusammen, dein Bauch wird flach. Kurze Atempause. Nimm den nächsten vollständigen Atemzug. Bis der Verkehr wieder rollt, der Bus kommt, du deine Einkäufe aufs Band legen kannst.

 

Ritual 3

Kaufe dir ein kleines Heftchen oder einen kleinen Kalender. Schreibe jeden Tag eine Sache auf, für die du dankbar bist.

Das können Kleinigkeiten sein, denen du bisher kaum Beachtung geschenkt hast. Heute könntest du zum Beispiel dankbar sein für diesen wunderbaren Regenschirm. Du hattest ihn zu Hause vergessen, bist extra noch einmal zurückgelaufen um ihn zu holen. Sogar zwei, nein drei Gründe um dankbar zu sein: 1. Es fiel dir wieder ein, dass du ihn mitnehmen wolltest. 2. Du warst nicht zu bequem, um noch einmal umzudrehen. 3. Es regnete dann tatsächlich und er hielt dich wunderbar trocken. Du fühltest dich wohl. Trotz des schlechten Wetters.

 

Dankbarkeit verscheucht schlechte Laune und führt zu innerem Frieden. Und damit zu Entspannung.

 

Fällt es dir einmal schwer, das Positive in deinem Leben zu sehen, nimm dein Dankbarkeits-Büchlein zur Hand und es wird dir sofort besser gehen.

 

Sicher kennst du auch ein paar Helfer in der Not. Ich bin gespannt auf deine Tipps. Poste sie im Kommentar!



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