3 ungewöhnliche Wege zu mehr positiver Power

Denken. Es erscheint uns selbstverständlich und wir denken nicht allzuviel über das Denken nach. Wir tun es eben. Wir verlieren uns leicht in Gedanken, manchmal sind wir ganz davon eingenommen. Und unsere Gedanken führen zu unseren Gefühlen, unseren Glaubenssätzen, unseren Handlungen und Reaktionen.

 

Wie wir denken, beeinflusst unser Leben. Unsere Beziehungen, unsere Arbeit, unsere Selbstwahrnehmung und unsere Motivation. Wenn du dir darüber klar wirst, ist es an der Zeit, dich aktiv mit dem Denken zu beschäftigen. Im Alltag: wie bewusst bist du dir deiner Gedanken? Und warum du sie hast?

 

Bevor ich mit Yoga und Meditation begann, machte ich mir nicht viele Gedanken über meine Gedanken. Sie waren halt da. Ich fand es sogar gut, dass ich viel und tiefgründig nachdachte. Doch einfach nur ein Denker zu sein, ist etwas anderes, als einen Schritt zurückzutreten und seine Gedanken mit etwas Abstand zu betrachten.

 

Wenn du anfängst, deine Gedanken aufmerksam wahrzunehmen, entdeckst du gewisse Muster. Bei mir war es zum Beispiel Ungeduld. An einer roten Ampel zu stehen konnte mich schier wahnsinnig machen. Immer in der falschen Schlange, egal ob im Supermarkt, am Ticketschalter im Kino oder auf der Autobahn im Stau. Wenn jemand seine Hefte nicht schnell genug aus der Schultasche holte oder ich zum fünften Mal gefragt wurde „Was haben Sie gerade gesagt?“ Grrrmpfh!

 

Es hat sich viel verändert. Manchmal gelingt es mir, das Schlangestehen als willkommene Entschleunigung zu betrachten. Manchmal könnte ich im Auto immer noch ausrasten, weil außer mir nur Idioten auf der Straße sind. Der Unterschied zu früher ist aber, dass ich mit einem gewissen Abstand wahrnehme, was gerade mit mir geschieht. Ich bin kurz davor auszurasten. Was würde es mir bringen? Was wäre eine Alternative? Wie entscheide ich mich?

 

Wie bin ich soweit gekommen?

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du dich mit der Qualität deiner Gedanken beschäftigen kannst.

 

1. Ordne deine Gedanken bestimmten Kategorien zu

 

Wenn du ganz genau auf die Suche gehen willst, kannst du Ober- und Unterkategorien festlegen

 

Imaginieren

Wünschen → wenn du etwas gerne anders hättest, als es ist

Phantasieren → ein Verlangen nach etwas

Tagträumen → eine Kette von Gedanken, die zu einem Luftschloss führen

 

Probleme lösen

Planen → wann du was erledigen möchtest

Lösen deiner eigenen Probleme → das wie herausfinden

Lösen der Probleme anderer → wie?

Analysieren → versuchen, ein Problem zu verstehen

Verarbeiten → verstehen, warum etwas geschehen ist

Ideenfindung → neue Wege suchen

Erinnern → Dinge, die du schon hättest machen müssen

Auswerten → haben getroffene Entscheidungen funktioniert?

 

Kritisieren

Beurteilen → von anderen

Beurteilen → von dir selbst

Selbstsüchtigkeit → dich über die Maßen toll finden

Meckern → etwas anders haben wollen

 

Prophezeien

sich Sorgen machen → etwas Schlechtes könnte eintreffen

Angst haben → etwas Schlechtes erwarten

Vorfreude → ein positives Ergebnis annehmen

Vorwegnehmen → ein positives Ergebnis erwarten

 

Vergangenheitsorientierung

Sich erinnern → an etwas Vergangenes denken

Grübeln → etwas aus der Vergangenheit wiederkäuen

Auslöser → etwas, das du siehst oder hörst erinnert dich an etwas Vergangenes

 

So oder so ähnlich könnten die Kategorien aussehen. Wenn du alle deine Gedanken mit solchen Etiketten versehen willst, bist du ganz schön beschäftigt. Ehrlich gesagt: nix für mich! Es gibt aber Menschen, die tatsächlich so vorgehen und sie berichten vom Lohn der Mühen:

  • Klarheit. Wie oft denkst du konstruktiv, wie oft destruktiv? Denk dran: von der Qualität deiner Gedanken hängt unglaublich viel ab. Mit deinen Gedanken wirkst du direkt auf deine Gefühle. Und die wirken wiederum auf deine Handlungen, deine Beziehungen, deinen Erfolg.
  • Du lernst, bessere Entscheidungen zu treffen.
  • Du verbesserst die Qualität deiner Beziehungen, beruflichen wie privaten.

Was sie auch berichten: auf diese Art und Weise vorzugehen, ist so anstrengend, dass du nach einer Weile automatisch anfängst, weniger zu denken. Aha! Wäre also doch einen Versuch wert...

 

Ich schlage dir trotzdem einen anderen Weg vor.

 

2. Trainiere deinen positiven Geist

Versuche deinen positiven Geist zu trainieren, in dem du den positiven Gedanken, Gefühlen, Erlebnissen, mehr Raum gibst. Das bedeutet nicht, Negativität zu leugnen. Du verschiebst einfach deinen Fokus.

 

Denn: Yoga und Meditation alleine genügen nicht, um deine Lebensqualität schnell und entscheidend zu erhöhen. Du hast das sicher schon bemerkt: je regelmäßiger du praktizierst, desto mehr fährst du Achterbahn. Es geht dir manchmal ausgesprochen gut, du bist richtig im Flow und es entwickelt sich etwas. Es gibt aber auch Zeiten, da bist du sehr empfindlich, nahe am Wasser und du fragst dich, wozu du das eigentlich alles machst.

 

Das hat folgenden Grund: mit Yoga und Meditation arbeitest du an deinem Unterbewusstsein. Deshalb geht es dir manchmal auch nicht so gut, wie du es gerne hättest. Außerdem bringst du deine Energien ins Fließen, du vergrößerst die Leistungsfähigkeit deines positiven Geistes, aber... du nutzt ihn noch nicht so, dass er dir wirklich dient.

 

Hier kommt das Coaching ins Spiel: Fragen, im Zusammenspiel mit deiner regelmäßigen Praxis, helfen dir, so richtig in Schwung zu kommen.

 

Und ja, es geht auch um Dankbarkeit. Es gibt heutzutage sogar schon Apps, mit denen du deine Dankbarkeit kultivieren kannst. Tippe einfach jeden Morgen oder jeden Abend zehn Punkte ein und gut. Aber kennst du diese Art der Dankbarkeitspraxis schon? Wir gehen mehrere Ebenen tief und das Ergebnis wird dadurch so viel reicher.

Wofür bin ich im Moment unglaublich dankbar?

 

Und was steckt an weiterer Dankbarkeit darin?

 

Und was steckt darin?

 

Und was steckt darin?

 

Und was steckt darin?

 

Wie fühle ich mich jetzt?

 

 

Damit du es besser verstehen kannst, hier ein Beispiel:

Wofür bin ich im Moment unglaublich dankbar?

Ich bin dankbar dafür, dass ich ein Internetplattform gefunden habe, auf der ich Yoga im Park anbieten kann.

Und warum bin ich dafür dankbar?

Ich bin dankbar, dass ich dadurch inspiriert wurde, dieses Jahr wieder einen Sommerkurs im Park anzubieten.

Und warum bin ich dafür dankbar?

Ich bin dankbar, weil ein Yogakurs im Park einen Riesenspaß macht.

Und warum bin ich dafür dankbar?

Ich liebe es, die schönen Abende im Kreis von Gleichgesinnten im Freien zu verbringen.

Und warum bin ich dafür dankbar?

Ich bin dankbar, weil wir uns gemeinsam über den Sommer freuen.

Und warum bin ich dafür dankbar?

Ich bin dankbar, weil es uns den Sommer ganz aktiv erleben läßt.

Und warum bin ich dafür dankbar?

Ich bin dankbar, weil wir das Gefühl des Sommers und die Kraft, die in ihm steckt ganz tief in uns abspeichern können.

Wie fühle ich mich jetzt?

Kraftvoll, energiegeladen und froh.

 

Am wirkungsvollsten ist diese Übung, wenn du sie schriftlich machst. Aber auch die Gedankenkette im Geiste zu Ende zu führen, trainiert deinen positiven Geist, das Schöne und Gute in deinem Leben stärker wahrzunehmen. Und je mehr positive Gedanken du hast, desto mehr weitere positive Gedanken folgen. Schwierigkeiten und ungute Situationen gibt es trotzdem noch in deinem Leben, aber du gibst ihnen nicht mehr den Raum, den sie davor hatten. Du kannst leichter mit ihnen umgehen und sie schneller überwinden.

 

Eine weitere Möglichkeit, deinen positiven Geist zu stärken ist diese Meditation:

3. Meditation für den positiven Geist

Es handelt sich um eine sehr alte Meditation, die bereits Buddha und Christus praktiziert haben sollen. Sie öffnet dein Herzzentrum und dein positives Selbst. Sie ist eine Geste des Glücks. Das Mudra, das in dieser Meditation verwendet wird, wurde zum Symbol für Segen und Wohlstand.

Praktiziere sie für 40 Tage. Du kannst die Wirkung dieser Meditation unterstützen, wenn du während dieser Zeit nur leichte Nahrung zu dir nimmst. Achte auch auf deine Worte und versuche, nur die Wahrheit zu sprechen, direkt aus deinem Herzen.

 

Haltung:

Sitze mit aufrechter Wirbelsäule in der einfachen Haltung (oder auf einem Stuhl). Deine Ellbogen ruhen an deinen unteren Rippenbögen, die Unterarme sind so angewinkelt, dass deine Hände ungefähr auf Höhe deiner Schultern sind. Kleiner Finger und Ringfinger ruhen in den Handflächen, mit den Daumen hältst du sie fest. Zeigefinger und Mittelfinger streckst du gerade nach oben. Die Handflächen zeigen nach vorn. Dann beuge die Unterarme um ca. 30° vor. Ziehe deine Schultern und Ellbogen leicht nach hinten, so dass du eine leichte Dehnung in der Brust spürst und die Schulterblätter leicht zusammen ziehst.

Fokus:

Schließe deine Augen und richte den Fokus auf dein drittes Auge, den Punkt zwischen deinen Augenbrauen.

Atem: Atme lang und tief.

 

Mantra:

Pulsiere das Mantra SA TA NA MA rhythmisch von deinem dritten Auge in die Unendlichkeit.

SA = Unendlichkeit

TA = Leben

NA = Tod

MA = Wiedergeburt

Das vollständige Mantra bedeutet: „Ich meditiere auf die Wahrheit; die Wahrheit, die ich bin.“

Es beschreibt den Kreislauf von Leben und Tod und gleicht deine Psyche vollkommen aus.

 

Zeit: Übe 11 bis 62 Minuten

Abschluss: Atme 3x tief ein und aus. Dann öffne und schließe deine Fäuste mehrmals.

 

Hier kannst du die Meditation mit Foto als pdf herunterladen.

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Meditation für den positiven Geist.pdf
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